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Informationen zur Visabeantragung, Einreise nach Deutschland und Quarantänebestimmungen

21.07.2020 - Artikel

Hier finden Sie Informationen zur Visabeantragung, Einreisen nach Deutschland und Quarantänebestimmungen.

1. Annahme von Visa-Anträgen

Visa-Anträge können derzeit nur in den nachstehend genannten Ausnahmefällen angenommen und bearbeitet werden:

Anträge, die unter die Ausnahmebestimmungen von den Einreisebeschränkungen (gemäß KOM-Mitteilung vom 16.03.2020 – 115 final) fallen:

  1. Gesundheitspersonal und -forscher, Pflegeberufe
  2. Grenzgänger, Transportpersonal im Warenverkehr und anderen notwendigen Bereichen (z.B. Air-Crews)
  3. Diplomaten, Mitarbeiter internationaler Organisationen, militärisches Personal, humanitäre Helfer soweit in Ausübung ihrer Funktion
  4. Transitpassagiere (auch solche, die durch konsularische Hilfe ins Heimatland zurückgeführt werden)
  5. Passagiere, die aufgrund zwingender familiärer Gründe reisen
  6. Personen, die internationalen Schutz benötigen, oder aus anderen humanitären Gründen

Anträge auf Familiennachzug

Anträge von Fachkräften aus den folgenden Antragskategorien:

  1. Fachkräfte mit einem konkreten Arbeitsplatzangebot im Sinne der Definition des FEG, das durch die Erklärung zum Beschäftigungsverhältnis nachgewiesen wird
  2. Wissenschaftler / Forscher
  3.  Entsendungen und ICT beschränkt auf Führungskräfte und Spezialisten
  4. Führungskräfte
  5. IT-Spezialisten
  6. Beschäftigungen in bes. öffentlichem Interesse
  7. C-Visa für dringende Geschäftsreisen unter der Voraussetzung, dass der Antragsteller hinreichend glaubhaft macht (etwa durch Arbeitgeber-Bescheinigung), dass seine Einreise auch unter Berücksichtigung der Pandemiesituation unbedingt erforderlich ist.

Voraussetzung ist jeweils Nachweis der Präsenzpflicht in Deutschland (etwa durch Arbeitsvertrag) und Glaubhaftmachung, dass die Beschäftigung aus wirtschaftlicher Sicht notwendig ist und die Arbeit nicht zeitlich verschoben oder aus dem Ausland verrichtet werden kann (Vorlage einer Bescheinigung des Arbeitgebers/Auftraggebers). Die wirtschaftliche Notwendigkeit bezieht sich auf die Wirtschaftsbeziehungen und/oder die Wirtschaft Deutschlands oder des Binnenmarkts. Entsprechende Belege sind bei der Reise mitzuführen und bei der Grenzkontrolle vorzulegen.

Anträge von Studierenden, deren Studium nicht vollständig vom Ausland durchgeführt werden kann. Unter diese Ausnahme fallen alle, die einen Zulassungsbescheid haben (auch wenn ein Sprachkurs oder ein Praktikum vorgeschaltet ist). Nicht aber Studienbewerber und diejenigen, die z.B. zum Sprachkurs einreisen und sich später nach einem Studium umsehen wollen (isolierter Sprachkurs). Falls Sie vor Aufnahme im Studienkolleg einen Aufnahmetests abgeben müssen, gelten Sie als Studienbewerber. Studienbewerbern ist die Einreise aktuell nicht erlaubt. C-Visa für Studenten sind weiterhin nicht zugelassen. Nachweis der Präsenzpflicht in Deutschland durch Bestätigung der Hochschule (z.B. per E-Mail) erforderlich; Unterlagen sind auch bei Grenzkontrolle vorzulegen

Anträge von Spätaussiedlern und deren Familien

Fallen Sie in eine der genannten Personengruppen und benötigen Sie ein nationales Visum, können Sie einen Vorsprachetermin über das Terminvergabesystem der Botschaft bzw. des Generalkonsulats buchen. Finden Sie keinen passenden Termin, wenden Sie sich bitte an die Botschaft bzw. das Generalkonsulat über das Kontaktformular

Fallen Sie in eine der genannten Personengruppen und benötigen Sie ein Schengen-Visum, wenden Sie sich bitte unter Vorlage Ihrer antragsbegründenden Unterlagen an unseren Dienstleister Visametric. Visametric wird Ihre Unterlagen zur Prüfung an die Botschaft bzw. das Generalkonsulat weiterleiten. Bestätigt die Botschaft bzw. das Generalkonsulat, dass es sich bei Ihnen um einen Ausnahmefall handelt, wird Visametric mit Ihnen einen Termin zum Einreichen des Antrags vereinbaren. 

Antragsteller, die schon im Besitz gültigen eines Schengen- oder nationalen Visums sind, können bis zur Aufhebung des Einreisestopps nicht in die Bundesrepublik einreisen, außer, sie fallen in eine der zuvor genannten Personengruppen.

Bitte beachten Sie, dass weder die Annahme Ihres Antrags noch die Erteilung des Visums die Einreise in die Bundesrepublik Deutschland garantieren. Letzte Entscheidung, ob Sie einreisen dürfen, treffen die Grenzbehörden. Weitere Informationen können Sie der Belehrung zu Einreisebeschränkungen entnehmen.

Falls Sie in eine der genannten Ausnahmegruppen fallen und Inhaber eines nationalen Visums sind, welches Sie aufgrund bestehender Quarantänemaßnahmen nicht nutzen konnten, kontaktieren Sie bitte die Botschaft oder das Generalkonsulat über das Kontaktformular

2. Vereinfachte Neuerteilung von Visa

Nationale Visa (für langfristige Aufenthalte; D-Visum)

Falls Sie ein bereits von der Botschaft Nur-Sultan oder dem Generalkonsulat Almaty erteiltes nationales Visum aufgrund der Einreisebeschränkungen nicht nutzen konnten, können Sie die vereinfachte Neuerteilung des Visums beantragen. Voraussetzung ist, dass sich Ihr Aufenthaltszweck und Aufenthaltsort nicht geändert hat.

Fallen Sie in eine der Personengruppen, die auch während der Einreisesperre einreisen dürfen (siehe Punkt 3), können Sie den Antrag auf Neuvisierung bis zum 01.09.2020 stellen.

Fallen Sie noch unter die Einreisesperre, dürfen Sie den Antrag bis maximal einen Monat nach Wegfall der Einreisesperre stellen.

Um die Neuvisierung zu beantragen, wenden Sie sich über das Kontaktformular an die Botschaft oder das Generalkonsulat. Teilen Sie die folgenden Daten mit: Name, Vorname, Geburtsdatum, Datum der voraussichtlichen Einreise, Ihr Aktenzeichen.

Die Bearbeitung Ihrer Anfrage wird etwa 14 Tage in Anspruch nehmen. Bitte planen Sie entsprechend. Im Laufe der Bearbeitung kann die Botschaft bzw. das Generalkonsulat die Vorlage zusätzlicher Unterlagen verlangen (z.B. eine neue Reisekrankenversicherung oder die Bestätigung des Einladers, dass der ursprüngliche Reisezweck nach wie vor besteht.)

Eine erneute Entrichtung der Bearbeitungsgebühr ist nicht erforderlich.

Schengen-Visa (für kurzfristige Aufenthalte bis 90 Tage; C-Visum)

Eine vereinfachte Neuerteilung für Schengen-Visa (Aufenthalte von bis zu 90 Tagen) ist derzeit nicht möglich.

Sobald die generelle Einreisesperre für Reisende aus Kasachstan aufgehoben wurde, wird die Botschaft Informationen zur Verfügung stellen, ob und unter welchen Umständen Schengen-Visa, die aufgrund der Einreisesperre nicht genutzt werden konnten, neu erteilt werden können. 

3. Einreisebeschränkungen für Deutschland

Für Deutschland gelten Reisebeschränkungen aus vielen Staaten, darunter Kasachstan. Eine Einreise aus Kasachstan ist während der bestehenden Einreisebeschränkungen nur dann möglich, wenn eine zwingende Notwendigkeit für die Einreise besteht. Auch Reisende, die bereits im Besitz eines gültigen Schengen- oder nationalen Visums sind, können nur bei zwingender Notwendigkeit einreisen.

Detaillierte Informationen zu den bestehenden Reisebeschränkungen, sowie eine Übersicht, wann eine zwingende Notwendigkeit für die Einreise besteht, finden Sie auf der Seite des Bundesinnenministeriums

Bitte beachten Sie auch die folgenden wichtigen Informationen

Die folgenden Personengruppen sind von den geltenden Reisebeschränkungen ausgenommen:

  • Staatsangehörige der EU-Mitgliedstaaten, der Schengen-assoziierten Staaten (Island, Norwegen, Schweiz, Liechtenstein) und Staatsangehörige von Großbritannien, sowie deren Familienangehörigen (Ehepartner, minderjährige Kinder, Eltern minderjähriger Kinder)
  • Drittstaatsangehörige mit langfristigem Aufenthaltsrecht innerhalb der EU, sowie deren Familienangehörigen.

Weitere Informationen hierzu finden Sie auf der Seite des Bundesinnenministeriums

4. Quarantäneregelung bei Einreise nach Deutschland

Für Einreisen aus Kasachstan gilt grundsätzlich, dass Sie sich unmittelbar nach Einreise 14 Tage in häusliche Quarantäne begeben müssen.

Eine Qurantänepflicht entfällt, wenn durch einen höchstens 48 Stunden vor Einreise durchgeführten Test nachgewiesen wird, dass keine Covid-19-Infektion vorliegt. Einzelheiten hierzu finden Sie weiter unten unter Ausnahme: negatives Testergebnis nachweisbar.

In Deutschland werden Quarantänevorschriften durch die einzelnen Bundesländer erlassen. Nach Abstimmung der Länder und der Bundesregierung hat das BMI eine Musterverordnung erstellt, deren Regelung die Bundesländer im Wesentlichen übernommen haben.

Bei Einreise nach Deutschland mit Voraufenthalt in einem Risikogebiet innerhalb der letzten 14 Tage

  • müssen Sie sich demnach nach der Einreise in Deutschland unmittelbar an ihren Zielort begeben,
  • sich dort häuslich absondern und
  • sich per E-Mail oder Telefon bei dem für Sie zuständigen Behörden, i.d.R. Gesundheitsamt am Wohnort/Unterkunft melden.

Als Voraufenthalt in einem Risikogebiet gilt ein Aufenthalt zu einem beliebigen Zeitpunkt innerhalb der letzten 14 Tagen vor Einreise.

Maßgeblich ist, ob das Gebiet zum Zeitpunkt der Einreise als Risikogebiet ausgewiesen war (d.h. nicht zwangsläufig zum Zeitpunkt des Aufenthalts).

Ausnahme: Durchreise (Transit)

Die Pflicht zur häuslichen Absonderung besteht nicht bei Transitaufenthalten. Sie sind in diesem Falle allerdings verpflichtet, Deutschland unmittelbar zu verlassen.

Ausnahme: negatives Testergebnis nachweisbar

Wenn Sie nachweisen können, sich nicht mit dem Virus SARS CoV-2 infiziert zu haben, gelten diese Qurantäneregelungen nicht.

Der Nachweis muss durch ein ärztliches Zeugnis erbracht werden. Der molekularbiologische Test auf Vorliegen einer Infektion darf höchstens 48 Stunden vor Einreise erfolgt sein (d.h. der Abstrich darf maximal 48 Stunden vor Einreise genommen worden sein). Molekularbiologische Tests (PC-Tests) werden derzeit grundsätzlich aus allen Staaten der Europäischen Union sowie aus Staaten dieser Liste akzeptiert, sofern der Test nachweislich in einem qualitätsgesicherten (akkreditierten) Labor durchgeführt wurde (beispielsweise Akkreditierung nach ISO 15189, ISO/IEC 17025 oder Ernennung zum WHO-COVID-19-Referenzlabor).

Alternativ kann der Test nach Einreise

  • am Ort des Grenzübertritts oder
  • am Ort der Unterbringung erfolgen.

Das Testergebnis muss - unabhängig davon, ob die Testung vor oder nach Einreise erfolgte - für mindestens 14 Tage nach Einreise aufbewahrt werde. Es muss dem Gesundheitsamt auf Verlangen vorgelegt werden.

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