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Siebter Newsletter zur aktuellen Lage bezüglich COVID-19 (Stand: 01.04.2021)

Hände mit Einmalhandschuhen halten Schild Coronavirus vor blauem Hintergrund

Covid-19 / Coronavirus, © Colourbox

01.04.2021 - Artikel

Wie ist die aktuelle Lage in Kasachstan?

Die Corona-Fallzahlen in Kasachstan haben in den letzten Tagen zugenommen. Insbesondere die Stadt Almaty ist von einem überproportionalen Anstieg der Infektionen betroffen. Auch in der Hauptstadt Nur-Sultan ist die Infektionsrate deutlich angestiegen. In beiden Städten gelten wieder verschärfte Quarantänemaßnahmen und unterschiedliche Einschränkungen  für die Gastronomie, Einkaufszentren und Dienstleistungsbetriebe. In der Stadt Almaty sind u. a. die Innenräume von Restaurants zunächst bis einschließlich 12. April 2021 geschlossen. Der Personennahverkehr verkehrt in beiden Städten nur noch stark eingeschränkt. Inlandsflüge verkehren derzeit weiterhin regelmäßig zwischen den größten Städten des Landes.

In 13 von 17 kasachischen Regionen wurden bislang Fälle von Infektionen mit den ansteckenderen britischen, südafrikanischen und brasilianischen Varianten von SARS-COV-2 nachgewiesen. Zudem könnte die kurzfristig stark angestiegene Infektionsrate in Almaty zumindest zum Teil mit einer bislang nirgendwo sonst nachgewiesenen Mutation des ursprünglichen, erstmals in Wuhan aufgetretenen, Virus zusammenhängen.

Im ganzen Land gelten in Geschäften und im öffentlichen Raum weiterhin Hygienemaßnahmen wie die Verpflichtung zum Tragen eines Mund-Nase-Schutzes. In Nur-Sultan, Almaty und anderen Landesteilen kommt es vor allem an Wochenenden und Feiertagen zu zusätzlichen Einschränkungen des öffentlichen Lebens. Über die staatlich konzipierte „Ashyk-App“ ist ein erleichterter Zugang zu bestimmten öffentlichen Einrichtungen über ein QR-Code-System mit digitaler Risikoeinschätzung möglich.

Die Regierung Kasachstans hat das Land, orientiert an einem Ampelsystem, in drei Farbzonen eingeteilt. Die Einteilung der Regionen erfolgt laut Regierungsangaben anhand der 7-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner und des Reproduktionsfaktors. Derzeit sind die Städte Almaty und Nur-Sultan sowie das Almatiner Gebiet und die Gebiete Atyrau, Aktyubinsk und Westkasachstan in der „roten Zone“. Das Gebiet Karaganda und die Stadt Schymkent befinden sich in der „gelben Zone“.

Bitte halten Sie sich über die in ihrem Aufenthaltsgebiet geltenden Beschränkungen auf dem Laufenden. Diese werden regelmäßig von den lokalen Behörden veröffentlicht, zum Beispiel auf deren Internetseiten oder in den sozialen Medien.

Abhängig von der Infektionslage und den Beschlüssen der staatlichen COVID-19-Kommission sind Einschränkungen der Mobilität auch in anderen Landesteilen jederzeit möglich. Die offizielle COVID-19-Statistik der Regierung und andere Informationen zu COVID-19 in Kasachstan finden Sie hier (auf Russisch und Kasachisch).

Kasachstan hat am 1. Februar mit seiner Impfkampagne gegen COVID-19 begonnen und plant, die Erstimpfungen und einen Teil der Zweitimpfungen der als prioritär eingestuften Personengruppen mit „Sputnik V“ in der Woche nach Ostern abzuschließen. Ab Mitte April soll dann landesweit die Möglichkeit bestehen, mit „Sputnik V“, „Sinovac“ oder „Sputnik Light“ geimpft zu werden. Ein in Kasachstan entwickelter Impfstoff, „Qaz-COVID-In“, könnte hinzukommen, sobald er zugelassen wird.

Bitte registrieren Sie sich unbedingt auf der Krisenvorsorgeliste der Botschaft bzw. des Generalkonsulats (ELEFAND). Die deutschen Vertretungen nutzen ELEFAND, um über wichtige Neuigkeiten zu informieren.

Gibt es Änderungen bei den Einreisebestimmungen nach Deutschland?

Deutsche Staatsangehörige dürfen jederzeit in die Bundesrepublik Deutschland einreisen. Seit dem 8. November 2020 müssen Reisende, die sich in den letzten zehn Tagen in einem Risikogebiet aufgehalten haben, dazu zählt auch Kasachstan, vor ihrer Ankunft in Deutschland auf www.einreiseanmeldung.de anmelden und den Nachweis über die Anmeldung bei Einreise mit sich führen. Wer aus einem Risikogebiet kommt, muss sich grundsätzlich nach der Einreise unmittelbar an den Zielort begeben und sich dort häuslich für zehn Tage absondern. Die häusliche Quarantäne kann in der Regel mit einem negativen Testergebnis frühestens nach fünf Tagen beendet werden. Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite des Bundesgesundheitsministeriums.

Die Umsetzung der Quarantäneregelungen erfolgt durch Rechtsverordnungen der Bundesländer. Mögliche Ausnahmeregelungen zur Quarantänepflicht bestimmen sich nach dem Recht des Bundeslandes, in das Sie einreisen bzw. in dem Sie sich aufhalten. Links zu den Quarantänevorschriften der Bundesländer finden Sie auf der Webseite des Auswärtigen Amts.

Ab dem 30. März 2021 müssen grundsätzlich alle Personen, die auf dem Luftweg nach Deutschland reisen, vor Reiseantritt ein negatives COVID-19-Testergebnis vorweisen. Dies gilt unabhängig von dem Land, aus dem die Einreise erfolgt. Ausgenommen sind Kinder unter sechs Jahren sowie die Crews der Flugzeuge. Das negative Testergebnis muss vor Abflug der Airline vorgelegt werden.

Die Tests müssen bei den zuständigen Teststellen im Ausland frühestens 48 Stunden vor der Einreise nach Deutschland erfolgen (Zeitpunkt der Abstrichnahme). Unter anderem werden PCR-Tests und Antigentests zum direkten Nachweis des Coronavirus anerkannt. Antigen-Schnelltests werden anerkannt, wenn sie die von der WHO empfohlenen Mindestkriterien erfüllen. In Ländern, in denen ein Test auf diesem Weg nicht möglich ist, können Airlines die Tests durchführen oder von Dritten durchführen lassen.

Das Testergebnis ist für mindestens zehn Tage nach Einreise aufzubewahren und auf Anforderung den zuständigen Behörden vorzuweisen. Weitere Informationen zur Testpflicht bei Flugreisen finden Sie auf der Webseite des Bundesgesundheitsministeriums.

Zur Eindämmung von COVID-19 hatte die Bundesrepublik Deutschland am 18. März 2020 einen Einreisestopp für ausländische Staatsangehörige verhängt. Dieser Einreisestopp gilt für kasachische Staatsangehörige bis auf Weiteres fort. Ausnahmen gelten für bestimmte Personengruppen. Ausführliche Informationen zu den derzeit geltenden Regelungen und dem Visa-Verfahren finden Sie auf unserer Webseite.

Wie kann ich aus Kasachstan ausreisen?

Nach aktuellem Kenntnisstand der deutschen Vertretungen in Kasachstan ist die Ausreise aus Kasachstan für deutsche und ausländische Staatsangehörige, sofern es sich dabei nicht um Verdachtsfälle oder Kontaktpersonen von COVID-19-Infizierten handelt, weiterhin rechtlich möglich.

Die deutsche Lufthansa hat angekündigt, am 1. Mai 2021 ihren Flugverkehr von Kasachstan nach Deutschland wieder aufzunehmen. Die Lufthansa wird von Almaty dienstags und sonntags unter Flugnummer LH647 Flüge nach Frankfurt anbieten. Freitags verkehrt der Flug LH649 vom Almaty nach Frankfurt mit einer Zwischenlandung in Nur-Sultan.

Die Fluglinie Air Astana fliegt Frankfurt derzeit sechsmal wöchentlich von Kasachstan aus an (dreimal aus Nur-Sultan, zweimal aus Atyrau und einmal aus Uralsk). Den aktuellen Flugplan finden Sie hier. Abhängig von der Infektionslage in Kasachstan und den jeweils angeflogenen Ländern kann es zu weiteren Einschränkungen im internationalen Flugverkehr kommen.

Planen Sie die Einreise nach Deutschland über ein Drittland, bedenken Sie bitte, dass zahlreiche Staaten Einreisebeschränkungen, auch für deutsche Staatsangehörige, verhängt haben. Beachten Sie vor Antritt der Reise daher unbedingt die Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes und setzen sich ggf. vorab mit der Botschaft des entsprechenden Transitlandes in Verbindung.

Gibt es Änderungen bezüglich meines Aufenthaltsrechts in Kasachstan?

Kasachstan hat bis einschließlich 1. Mai 2021 die visafreie Einreise für Angehörige einiger Staaten, darunter Deutschland, vorläufig ausgesetzt. Vor Einreise nach Kasachstan muss bei der zuständigen kasachischen Auslandsvertretung in Deutschland ein Visum beantragt werden. Deutschen Staatsangehörigen ist die Einreise mit gültigem Visum grundsätzlich möglich. Bitte setzen Sie sich zu den genauen Visa- und Einreisebestimmungen mit den kasachischen Migrationsbehörden oder der kasachischen Botschaft in Berlin in Verbindung.

Die Einreise nach Kasachstan wird nur bei Vorlage eines negativen PCR-Tests gestattet, der zum Zeitpunkt des Grenzübertritts nicht älter als 72 Stunden sein darf. Fluggesellschaften sind angehalten, Passagiere ohne negativen PCR-Test nicht an Bord des Flugzeugs zu nehmen. Direkt nach Ankunft in Kasachstan wird die Temperatur der Reisenden gemessen. Bei erhöhter Temperatur, müssen Reisende sich bis zu zwei Tagen in einem Quarantänekrankenhaus aufhalten. Während des Aufenthalts im Quarantänekrankenhaus erfolgt ein erneuter COVID-19-Test. Bei negativem Ergebnis darf das Quarantänekrankenhaus verlassen werden, bei positivem Testergebnis werden Reisende in ein Krankenhaus für ansteckende Krankheiten transportiert und müssen sich dort aufhalten, bis das Virus nicht mehr nachgewiesen werden kann.

Gibt es Änderungen hinsichtlich der Arbeitsweise der deutschen Auslandsvertretungen?

Der Besucherverkehr ist weiterhin nur eingeschränkt und nur nach vorab vereinbartem und bestätigtem Termin möglich. Für Besucher, die einen bestätigten Besuchstermin in der Botschaft Nur-Sultan oder im Generalkonsulat Almaty haben, ist eine Wahrnehmung des Besuchstermins nur mit einem geeigneten Mund-Nase-Schutz gestattet. Sie werden daher gebeten, diesen Mund-Nase-Schutz mitzubringen und während der Besuchszeit zu tragen.

Der am 18. März 2020 verhängte Einreisestopp gilt für Reisende aus Kasachstan bis auf weiteres fort. Visa-Anträge können derzeit nur in bestimmten Ausnahmefällen angenommen und bearbeitet werden. Ausführliche Informationen zu dem derzeit geltenden Visa-Verfahren finden Sie hier.

Wo kann ich mich in Kasachstan informieren?

Bitte registrieren Sie sich unbedingt auf der Krisenvorsorgeliste der Botschaft bzw. des Generalkonsulats  (ELEFAND). Die deutschen Vertretungen nutzen ELEFAND, um über wichtige Neuigkeiten zu informieren.

Verfolgen Sie aktuelle Entwicklungen auch über die folgenden Kanäle:

Außerhalb der Dienstzeiten erreichen Sie in Notfällen den gemeinsamen Bereitschaftsdienst beider Vertretungen unter der +7 701 7680662 (deutschsprachig) sowie der +7 701 2208053 (deutsch- und russischsprachig).

+++ Wichtiger Hinweis zur Bundestagswahl im September 2021 +++

Am 26. September 2021 findet die Wahl zum Deutschen Bundestag statt. Deutsche, die außerhalb der Bundesrepublik Deutschland leben und im Bundesgebiet keine Wohnung mehr innehaben, können bei Vorliegen der sonstigen wahlrechtlichen Voraussetzungen an der Wahl teilnehmen.

Wählen kann jedoch nur, wer in ein Wählerverzeichnis eingetragen ist. Deutsche im Ausland, die nicht in Deutschland gemeldet sind, werden nicht von Amts wegen in ein Wählerverzeichnis eingetragen. Wollen Auslandsdeutsche an Bundestagswahlen teilnehmen, müssen sie vor jeder Wahl einen schriftlichen Antrag auf Eintragung in das Wählerverzeichnis der zuständigen Gemeinde stellen.

Mehr Informationen finden Sie auf der Webseite des Bundeswahlleiters. Bei Rückfragen setzen Sie sich bitte mit den deutschen Auslandsvertretungen in Kasachstan in Kontakt.

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