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Achter Newsletter der deutschen Vertretungen in Kasachstan zur aktuellen Lage bezüglich COVID-19/Coronavirus (Stand: 09.08.2021)

Hände mit Einmalhandschuhen halten Schild Coronavirus vor blauem Hintergrund

Covid-19 / Coronavirus, © Colourbox

10.08.2021 - Artikel

Wie ist die aktuelle Lage in Kasachstan?

Die Corona-Fallzahlen in Kasachstan haben in den Monaten Juni / Juli kontinuierlich zugenommen, wobei sich aktuell eine Stabilisierung auf hohem Niveau abzeichnet. 90% der Fälle sind nach Angaben des kasachischen Gesundheitsministeriums auf die Deltavariante zurückzuführen. Insbesondere die Großstädte Nur-Sultan und Almaty sind von einem überproportionalen Anstieg der Infektionen betroffen. In beiden Städten gelten wieder verschärfte Quarantänemaßnahmen und Einschränkungen  für die Gastronomie, Einkaufszentren und Dienstleistungsbetriebe. Der Personennahverkehr verkehrt in beiden Städten nur noch eingeschränkt.

Die COVID-19 Tracking App „Ashyq“ wird inzwischen landesweit genutzt. Die App ermöglicht Besuchern den Zutritt zu diversen Einrichtungen (z.B. Kinos, Fitness Studios, Food Courts,  etc.) mittels QR-Scan an den Gebäudeeingängen. Ausländer ohne kasachische Steuernummer können an Ashyq teilnehmende Einrichtungen nach Abgleich ihrer Passnummer oder Aufenthaltskarte mit der Ashyq-Datenbank betreten.

Im ganzen Land gelten in Geschäften und im öffentlichen Raum weiterhin Hygienemaßnahmen wie die Verpflichtung zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes. In der Hauptstadt Nur-Sultan und in einigen anderen Landesteilen kommt es vor allem an Wochenenden und Feiertagen zu zusätzlichen Einschränkungen des öffentlichen Lebens.

Seit dem 2. August ist das landesweit geltende Ampelsystem, das das Land in drei Farbzonen einteilt um eine weitere Farbzone „Dunkelrot“ ergänzt worden. Nachdem sich Nur-Sultan, Almaty und drei weitere Städte zwischenzeitlich in dieser Kategorie befanden, sind derzeit sind die Städte Almaty, Nur-Sultan und Shymkent sowie alle Regionen mit Ausnahme Türkistans in der „roten Zone“. Türkistan befindet sich in der gelben Zone.

Bitte halten Sie sich über die in ihrem Aufenthaltsgebiet geltenden Beschränkungen auf dem Laufenden. Diese werden regelmäßig von den lokalen Behörden veröffentlicht, zum Beispiel auf deren Internetseiten oder in den sozialen Medien.

Abhängig von der Infektionslage und den Beschlüssen der staatlichen COVID-19-Kommission sind Einschränkungen der Mobilität auch in anderen Landesteilen jederzeit möglich. Die offizielle COVID-19-Statistik der Regierung und andere Informationen zu COVID-19 in Kasachstan finden Sie hier (auf Russisch und Kasachisch).

Kasachstan hatte am 1. Februar mit seiner Impfkampagne gegen COVID-19 begonnen. Dabei sind momentan die Impfstoffe Sputnik V, QazVac (Kasachstan) und Hayat-Vax /  CoronaVac (Sinovac, China) verfügbar. Eine vorläufige Vereinbarung besteht für die Lieferung von 2 Millionen Dosen Comirnaty (Biontech/Pfizer) im vierten Quartal 2021. Derzeit sind in Kasachstan etwa 5,8 Mio. Menschen erst- und 4,4 Mio. zweitgeimpft. Dies entspricht einer Impfquote für vollständigen Schutz von 23%.

In Deutschland sind gegenwärtig 55% der Bevölkerung vollständig, 62% der Bevölkerung einfach geimpft. Während die Ständige Impfkommission (STIKO) eine Impfung gegen COVID-19 für alle Personen ab 18 Jahren eindeutig empfiehlt, hat sie für Auffrischungsimpfungen („Booster-Impfung“) für vollständig Geimpfte derzeit ebenso wie für Jugendliche ab 12 Jahren aufgrund mangelnder Daten noch keine uneingeschränkte Empfehlung ausgesprochen.

Bitte registrieren Sie sich auf der Krisenvorsorgeliste der Botschaft bzw. des Generalkonsulats (ELEFAND). Die deutschen Vertretungen nutzen ELEFAND, um über wichtige Neuigkeiten zu informieren.

Gibt es Änderungen bei den Einreisebestimmungen nach Deutschland?

Deutsche Staatsangehörige dürfen jederzeit in die Bundesrepublik Deutschland einreisen. Seit dem 8. August ist Kasachstan als Hochrisikogebiet eingestuft. Reisende, die sich in den letzten 10 Tagen in einem Hochrisikogebiet aufgehalten haben, müssen sich vor ihrer Ankunft in Deutschland auf www.einreiseanmeldung.de anmelden und den Nachweis über die Anmeldung bei Einreise mit sich führen. Wer aus einem Hochrisikogebiet kommt und keinen anerkannten Genesenen- oder Impfnachweis (siehe unten) vorlegen kann, muss sich nach der Einreise unmittelbar an den Zielort begeben und sich dort häuslich für zehn Tage absondern. Die häusliche Quarantäne kann in der Regel mit einem negativen Testergebnis frühestens nach fünf Tagen beendet werden. Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite des Bundesgesundheitsministeriums.

Die Umsetzung der Quarantäneregelungen erfolgt durch Rechtsverordnungen der Bundesländer. Mögliche Ausnahmeregelungen zur Quarantänepflicht bestimmen sich nach dem Recht des Bundeslandes, in das Sie einreisen bzw. in dem Sie sich aufhalten. Links zu den Quarantänevorschriften der Bundesländer finden Sie auf der Webseite des Auswärtigen Amts.

Seit dem 1. August 2021 sind alle Einreisenden verpflichtet, bei Einreise über einen Nachweis des Nichtvorliegens einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 (Impf-, Test-, Genesenennachweis) zu verfügen. Die Vorlage des Nachweises muss bereits gegenüber dem Beförderer, beispielsweise der Fluggesellschaft, erfolgen. Ausgenommen sind Personen unter 12 Jahren sowie die Crews der Flugzeuge. Das negative Testergebnis muss vor Abflug der Airline vorgelegt werden.

Ein Testnachweis muss sich auf einen Test beziehen, der maximal 48 Stunden (bei Antigen-Tests) oder 72 Stunden (bei PCR-Tests) zurückliegt. Für die Berechnung dieser Zeiträume ist der Zeitpunkt der Einreise maßgeblich. Das Testergebnis ist für mindestens zehn Tage nach Einreise aufzubewahren und auf Anforderung den zuständigen Behörden vorzuweisen. Weitere Informationen zur Testpflicht bei Flugreisen finden Sie auf der Webseite des Bundesgesundheitsministeriums.

Als Nachweis hinsichtlich des Vorliegens einer vorherigen Coronainfektion gilt ein in deutscher, englischer, französischer, italienischer oder spanischer Sprache verfasster Nachweis, der durch eine Testung durch Labordiagnostik mittels Nukleinsäurenachweis (PCR, PoC-PCR oder weitere Methoden der Nukleinsäureamplifikationstechnik) erfolgt ist und mindestens 28 Tage sowie maximal sechs Monate zurückliegt.

Als Nachweis hinsichtlich des Vorliegens einer vollständigen Schutzimpfung gegen das Coronavirus gilt ein in deutscher, englischer, französischer, italienischer oder spanischer Sprache verfasster Nachweis, wenn die zugrundeliegende Schutzimpfung mit einem oder mehreren vom Paul-Ehrlich-Institut im Internet genannten Impfstoffen erfolgt ist. Die Schutzimpfung muss entweder aus einer ebenfalls hier vom Paul-Ehrlich-Institut veröffentlichten Anzahl von für eine vollständige Schutzimpfung erforderlichen Impfstoffdosen, bestehen. Bei einer genesenen Person genügt eine Impfstoffdosis. Seit der letzten erforderlichen Einzelimpfung müssen zudem mindestens 14 Tage vergangen sein.

Zur Eindämmung von COVID-19 hatte die Bundesrepublik Deutschland am 18. März 2020 einen Einreisestopp für ausländische Staatsangehörige verhängt. Dieser Einreisestopp gilt für kasachische Staatsangehörige bis auf Weiteres fort. Ausnahmen gelten für bestimmte Personengruppen. Ausführliche Informationen zu den derzeit geltenden Regelungen und dem Visa-Verfahren finden Sie auf unserer Webseite.

Wie kann ich aus Kasachstan ausreisen?

Nach aktuellem Kenntnisstand der deutschen Vertretungen in Kasachstan ist die Ausreise aus Kasachstan für deutsche und ausländische Staatsangehörige, sofern es sich dabei nicht um Verdachtsfälle oder Kontaktpersonen von COVID-19-Infizierten handelt, weiterhin rechtlich möglich.

Planen Sie die Einreise nach Deutschland über ein Drittland, bedenken Sie bitte, dass zahlreiche Staaten Einreisebeschränkungen, auch für deutsche Staatsangehörige, verhängt haben. Beachten Sie vor Antritt der Reise daher unbedingt die Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes  und setzen sich ggf. vorab mit der Botschaft  des entsprechenden Transitlandes in Verbindung.

Gibt es Änderungen bezüglich meines Aufenthaltsrechts in Kasachstan?

Kasachstan hat bis einschließlich 31. Dezember 2021 die visafreie Einreise für Angehörige einiger Staaten, darunter Deutschland, vorläufig ausgesetzt. Vor Einreise nach Kasachstan muss bei der zuständigen kasachischen Auslandsvertretung in Deutschland ein Visum beantragt werden. Deutschen Staatsangehörigen ist die Einreise mit gültigem Visum grundsätzlich möglich. Bitte setzen Sie sich zu den genauen Visa- und Einreisebestimmungen mit den kasachischen Migrationsbehörden oder der kasachischen Botschaft in Berlin in Verbindung.

Die Einreise nach Kasachstan wird nur bei Vorlage eines negativen PCR-Tests gestattet, der zum Zeitpunkt des Grenzübertritts nicht älter als 72 Stunden sein darf. Fluggesellschaften sind angehalten, Passagiere ohne negativen PCR-Test nicht an Bord des Flugzeugs zu nehmen. Eine Ausnahmeregelung besteht für Personen, die über einen aktuellen Aufenthaltsstatus in Kasachstan verfügen und in Kasachstan vollständig mit einem der zugelassenen Impfstoffe durchgeimpft wurden. Als dem gleichwertig anerkannt werden auf Basis von Gegenseitigkeit Impfnachweise aus Russland, Belarus, Armenien, Ungarn, der Mongolei und Thailand. Direkt nach Ankunft in Kasachstan wird die Temperatur der Reisenden gemessen. Bei erhöhter Temperatur, müssen Reisende sich bis zu zwei Tagen in einem Quarantänekrankenhaus aufhalten. Während des Aufenthalts im Quarantänekrankenhaus erfolgt ein erneuter COVID-19-Test. Bei negativem Ergebnis darf das Quarantänekrankenhaus verlassen werden, bei positivem Testergebnis werden Reisende in ein Krankenhaus für ansteckende Krankheiten transportiert und müssen sich dort aufhalten, bis das Virus nicht mehr nachgewiesen werden kann.

Gibt es Änderungen hinsichtlich der Arbeitsweise der deutschen Auslandsvertretungen?

Der Besucherverkehr ist weiterhin nur eingeschränkt und nur nach vorab vereinbartem und bestätigtem Termin möglich. Für Besucher, die einen bestätigten Besuchstermin in der Botschaft Nur-Sultan oder im Generalkonsulat Almaty haben, ist eine Wahrnehmung des Besuchstermins nur mit einem geeigneten Mund-Nase-Schutz gestattet. Sie werden daher gebeten, einen Mund-Nase-Schutz mitzubringen und während der Besuchszeit zu tragen. Aufgrund der jüngsten Bestimmungen der zuständigen Gesundheitsbehörden müssen sich ab dem 2. August zudem alle Kundinnen und Kunden der Rechts- und Konsularabteilung der Botschaft in Nur-Sultan beim Zugang zum Gebäude über die „Ashyq“-App registrieren

Der am 18. März 2020 verhängte Einreisestopp gilt für Reisende aus Kasachstan bis auf weiteres fort. Visa-Anträge können derzeit nur in bestimmten Ausnahmefällen angenommen und bearbeitet werden. Ausführliche Informationen zu dem derzeit geltenden Visa-Verfahren finden Sie hier.

Wo kann ich mich in Kasachstan informieren?

Bitte registrieren Sie sich unbedingt auf der Krisenvorsorgeliste der Botschaft bzw. des Generalkonsulats  (ELEFAND). Die deutschen Vertretungen nutzen ELEFAND, um über wichtige Neuigkeiten zu informieren.

Verfolgen Sie aktuelle Entwicklungen auch über die folgenden Kanäle:

Außerhalb der Dienstzeiten erreichen Sie in dringenden Notfällen den gemeinsamen Bereitschaftsdienst beider Vertretungen unter der +7 701 7680662

Wichtiger Hinweis zur Bundestagswahl im September 2021

Am 26. September 2021 findet die Wahl zum Deutschen Bundestag statt. Deutsche, die außerhalb der Bundesrepublik Deutschland leben und im Bundesgebiet keine Wohnung mehr innehaben, können bei Vorliegen der sonstigen wahlrechtlichen Voraussetzungen an der Wahl teilnehmen.

Wählen kann jedoch nur, wer in ein Wählerverzeichnis eingetragen ist. Deutsche im Ausland, die nicht in Deutschland gemeldet sind, werden nicht von Amts wegen in ein Wählerverzeichnis eingetragen. Wollen Auslandsdeutsche an Bundestagswahlen teilnehmen, müssen sie vor jeder Wahl einen schriftlichen Antrag auf Eintragung in das Wählerverzeichnis der zuständigen Gemeinde stellen. Dies ist noch bis zum 5. September möglich.

Mehr Informationen finden Sie auf der Webseite des Bundeswahlleiters. Bei Rückfragen setzen Sie sich bitte mit den deutschen Auslandsvertretungen in Kasachstan in Kontakt.

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