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Öffentlicher Brief von Botschafter Dr. Klinner an alle deutschen Staatsangehörigen in Kasachstan bezüglich SARS-CoV-2

Botschafter Tilo Klinner

Botschafter Tilo Klinner, © Deutsche Botschaft Astana

11.03.2020 - Artikel

Liebe Landsleute,

Erkrankungen aufgrund des zuerst in China aufgetauchten neuartigen Coronavirus breiten sich gegenwärtig über den ganzen Globus aus. Auch Deutschland und die meisten europäischen Nachbarländer, insbesondere Italien sind in erheblichem Maße betroffen. Hierauf hat die kasachische Regierung reagiert.

Mit Verordnung des Gesundheitsministeriums vom 9. März 2020 hat die Republik Kasachstan als Vorkehrung gegen einen Ausbruch des Coronavirus SARS-CoV-2 die Einreisebeschränkungen für Reisende aus Europa verschärft. Ab dem 12. März 2020 dürfen Reisende aus Deutschland, Frankreich und Spanien grundsätzlich nicht mehr nach Kasachstan einreisen.

Diese Einreisebeschränkungen galten bereits seit dem 8. März für Reisende aus Italien, Süd-Korea und dem Iran.

Ausnahmen gelten nach dem aktuellen Kenntnisstand der Botschaft für Staatsangehörige dieser Länder nur dann, wenn sie sich nachweislich in den letzten 30 Tagen nicht in einem vom Corona-Virus stark betroffenen Land aufgehalten haben. In der Anwendung dieser Ausnahmeregelung durch die kasachischen Grenzbehörden und Fluglinien kommt es jedoch nach den bisherigen Erfahrungen regelmäßig zu Abweichungen. Kasachische Grenzbehörden bzw. Fluglinien haben auch dann die Einreise bzw. Mitnahme verweigert, wenn der  Reisende eigentlich unter die Ausnahmeregelung gefallen wäre, also aus einem Drittland eingereist ist, und sich bereits seit geraumer Zeit nicht mehr in Europa aufgehalten hatte.

Informieren Sie sich deshalb vor Reiseantritt unbedingt vorab über die Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes und kontaktieren Sie Ihre Fluglinie über die geltenden Einschränkungen bei der Mitnahme von Passagieren. Die Reise- und Sicherheitshinweise können Sie auch als Newsletter abonnieren oder in unserer Gratis-App „Sicher Reisen“ erhalten.

Falls Sie Ihre Reise antreten, bleiben Sie in der Planung flexibel. Lufthansa  hat bereits mit Stornierungen auf die veränderte Situation reagiert. Mit Verzögerungen, Flugausfällen und weiteren Verschärfungen der Einreisebestimmungen müssen wir derzeit rechnen.  

Falls Sie bei Einreise Schwierigkeiten bei der Kommunikation mit kasachischen Behörden haben, können Sie sich in Kasachstan an die Hotline des Gesundheitsministeriums

+7 7172 768043 oder 1406 wenden. Ein Teil der Mitarbeiter dort spricht Englisch. 

Ebenfalls steht Ihnen vermittelnd der Bereitschaftsdienst der Botschaft und des Generalkonsulats zur Verfügung. Außerhalb der Dienstzeiten erreichen Sie uns unter +7 701 7680662 (deutschsprachig) und +7 701 2208053 (deutsch- und russischsprachig).  Während der Dienstzeit steht Ihnen unser Service wie gewohnt unter +77172791200 zur Verfügung.

Wird Ihnen in einem Drittland die Weiterreise nach Kasachstan verweigert, wenden Sie sich an den Bereitschaftsdienst der dort zuständigen Botschaft.

In Notfallsituationen erreichen Sie auch das Krisenreaktionszentrums des Auswärtigen Amtes in Berlin: + 49 30 18 17 0.

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, die neue Corona-Viruserkrankung stellt uns alle vor persönliche und berufliche Herausforderungen. Wir versuchen Ihnen bei der Bewältigung der auftretenden Probleme nach Kräften zu helfen.

Mit meinen besten Wünschen an Sie und Ihre Angehörigen. Bleiben Sie vor allem bei guter Gesundheit!

Ihr

Botschafter Dr. Tilo Klinner

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