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Beglaubigungen, Apostilleverfahren, Übersetzung von Urkunden 

Diverse Stempel an einer Halterung

Beglaubigung, © Photothek.de

Artikel
Beglaubigung und Beurkundung

Zwischen Deutschland und Kasachstan gilt weiterhin der deutsch-sowjetische Konsularvertrag vom 25. April 1985. Gemäß diesem Vertrag dürfen deutsche Konsularbeamte Unterschriften und Willenserklärungen von nicht deutschen Staatsangehörigen nur in Ausnahmefällen beurkunden oder beglaubigen. 

Die Beglaubigung von Kopien ist davon nicht berührt. 

Unten stehend finden Sie weitere Hinweise zu den einzelnen Urkundsformen.

Beurkundung

Ist die Beurkundung Ihrer Unterschrift nötig, wenden Sie sich bitte im Einzelfall über das Kontaktformular an die Botschaft oder das Generalkonsulat. Die Botschaft/das Generalkonsulat wird dann im Einzelfall entscheiden, ob die Beurkundung aufgenommen werden kann oder welche Alternativen Sie haben. Beurkundungen werden in der Regel bei Erbscheinsanträgen oder Vaterschaftsanerkennungen erforderlich sein.

Unterschriftsbeglaubigung

Mit der Unterschriftsbeglaubigung bestätigt der Konsularbeamte, dass die genannte Person das Dokument vor ihm unterzeichnet hat. Die Unterschrift muss persönlich vor dem zuständigen Konsularbeamten geleistet oder vor ihm anerkannt werden.

Eine Belehrung über die rechtliche Bedeutung des zu unterzeichnenden Dokuments findet nicht statt.

In vielen Fällen ist die Unterschriftsbeglaubigung ausreichend, um ein Dokument rechtlich wirksam werden zu lassen.

Einige Beispiele für Beglaubigungen sind:

•Genehmigungserklärung: Erklärung, mit der ein Vertretener einen in Deutschland bereits unterzeichneten Vertrag im Nachhinein genehmigt;

•Bestimmte Vollmachten

•Beantragung eines Führungszeugnisses

•Erklärung zur Ausschlagung einer Erbschaft

•Eröffnung eines Sperrkontos. Weitere Informationen zur Eröffnung eines Sperrkontos finden Sie hier.

Sind Sie nicht deutscher Staatsangehöriger und verlangt eine deutsche Behörde oder sonstige deutsche Institution von Ihnen die Beglaubigung Ihrer Unterschrift, kann die Botschaft/das Generalkonsulat anstatt der Beglaubigung der Unterschrift eine konsularische Bescheinigung erteilen, mit der bestätigt wird, dass die Unterschrift von Ihnen geleistet wurde. Es handelt sich hierbei um eine Ersatzbescheinigung, die der Unterschriftsbeglaubigung nicht gleich steht. Klären Sie im Einzelfall vorab mit der deutschen Behörde, ob eine solche Ersatzbescheinigung ausreichend ist. 

Alternativ können Sie Ihre Unterschrift vor einem kasachischen Notar beglaubigen lassen. Damit die Urkunde dann in Deutschland verwendet werden kann, muss auf ihr eine Apostille angebracht werden und die Urkunde und Apostille müssen in die deutsche Sprache übersetzt werden. Auch hier klären Sie im Einzelfall mit der deutschen Stelle, ob die Beglaubigung der Unterschrift vor dem kasachischen Notar ausreichend ist.

Falls Sie als deutscher Staatsangehöriger Ihre Unterschrift bei der Botschaft / dem Generalkonsulat beglaubigen lassen müssen oder als ausländischer Staatsangehöriger eine konsularische Ersatzbescheinigung über Ihre Unterschrift benötigen, sprechen Sie persönlich bei der Botschaft/dem Generalkonsulat vor und legen folgende Unterlagen vor:

•Ihren Identitätsnachweis (Reisepass oder Personalausweis)

•das zu unterzeichnende Dokument

•falls es sich um eine Genehmigungserklärung handelt: den bereits in Deutschland beurkundeten Vertrag;

•falls Sie nicht im eigenen Namen, sondern im Namen z. B. einer Firma, eines Mündels, etc. unterschreiben: Nachweis (im Original oder beglaubigter Kopie) darüber, dass Sie berechtigt sind, die Firma/die Person zu vertreten;

Die Gebühr für eine Unterschriftsbeglaubigung orientiert sich am Wert des Rechtsgeschäfts und kann zwischen 20,- Euro und 250,- Euro betragen.

Die Gebühr wird bar, zum jeweiligen Wechselkurs der zuständigen deutschen Auslandsvertretung, in kasachische Tenge (KZT) angenommen.

Für die Unterschriftsbeglaubigung/Kopiebeglaubigung etc. können Sie bei der Botschaft in Nur-Sultan ohne vorherige Terminvereinbarung zu den folgenden Zeiten vorsprechen: Montag bis Freitag zwischen 09.00 und 11.30 Uhr.

Für die Vorsprache bei dem Generalkonsulat in Almaty buchen Sie sich bitte hier einen Termin.

Beglaubigung einer Unterschrift zur Eröffnung eines Kontos in Deutschland

Informationen zur Unterschriftsbeglaubigung zur Eröffnung eines Sperrkontos finden Sie hier.

Darüber hinaus sind die deutschen Auslandsvertretungen gemäß Geldwäschegesetz nicht befugt, Identitätsprüfungen bei Kontoeröffnungen, Kreditvergaben von mehr als 15.000 € und vergleichbaren Fällen vorzunehmen.

Wenn Ihnen Ihre Bank empfiehlt, Ihre Unterschrift bei einer deutschen Auslandsvertretung beglaubigen zu lassen, weisen Sie bitte auf das Geldwäschegesetz hin. Nähere Informationen erteilt der Zentrale Kreditausschuss in Deutschland.

In Einzelfragen wenden Sie sich bitte über das Kontaktformular an die Botschaft / das Generalkonsulat.

Kopiebeglaubigung

Die Botschaft/das Generalkonsulat können Kopien zur Vorlage bei deutschen Behörden oder Universitäten beglaubigen.

Kasachische Urkunden müssen für eine Verwendung in Deutschland oft mit einer Apostille versehen sein. Bitte erkundigen Sie sich vorab bei der entsprechenden deutschen Stelle, ob eine Apostille benötigt wird. Falls ja, sollte die Apostille vor Übersetzung und Beglaubigung auf dem Dokument angebracht werden.

Für die Kopiebeglaubigung bringen Sie bitte das Original des zu beglaubigenden Dokuments sowie die zu beglaubigende Kopie - bitte nicht zusammengeheftet - mit.

Sollten Sie die Kopiebeglaubigungen für ein Studium in Deutschland benötigen, bringen Sie bitte einen Nachweis über das Studium (z.B. Zulassungsbescheid) mit.

Die Gebühr für die Beglaubigung von Kopien beträgt:

Für jede einzelne, lose Seite:                             10,00 EUR (lateinische Schrift) / 15,00 Eur (nicht-lateinische Schrift)

Für bis zu 10 Seiten, zusammengeheftet:       10,00 EUR (lateinische Schrift) / 15,00 Eur (nicht-lateinische Schrift)

ab der 11. Seite, zusammengeheftet:            + 1 EUR/Seite (lateinische Schrift) / +1,50 EUR/Seite (nicht-lateinische Schrift)

Die Gebühr wird pro Beglaubigungsvermerk erhoben. Wenn jede Seite einzeln beglaubigt werden soll, ist pro Seite eine Gebühr von je 10,00 EUR zu erheben. Die zu beglaubigenden Seiten können aber auch zusammengeheftet und mit EINEM Beglaubigungsvermerk versehen werden. Dann kostet die Beglaubigung von bis zu zehn Seiten insgesamt 10,00 EUR. Für jede weitere Seite, die dem Paket hinzugefügt wird, wird eine Gebühr von 1,00 EUR erhoben.

*Werden die Seiten für die Beglaubigung zusammengeheftet, können sie anschließend nicht mehr voneinander getrennt werden.*

Die Gebühr wird bar, zum jeweiligen Wechselkurs der zuständigen deutschen Auslandsvertretung, in kasachische Tenge (KZT) angenommen.

Für die Kopiebeglaubigung können Sie bei der Botschaft in Nur-Sultan ohne vorherige Terminvereinbarung zu den folgenden Zeiten vorsprechen: Montag bis Freitag zwischen 09.00 und 11.30 Uhr.

Für die Vorsprache bei dem Generalkonsulat in Almaty buchen Sie sich bitte hier einen Termin.

Apostilleverfahren

Deutsche Urkunden werden von kasachischen Behörden grundsätzlich nur dann anerkannt, wenn sie mit einer Apostille versehen sind. Die Apostille bestätigt die Echtheit des Dokuments. Für das Apostille-Verfahren ist immer eine innerdeutsche Behörde zuständig. Deutsche Botschaften und Generalkonsulat erteilen keine Apostillen. 

Welche Behörde konkret im Einzelfall zuständig ist, hängt von der Art der Urkunde und dem Bundesland ab, in dem sie ausgestellt wurde. Benötigen Sie eine Apostille auf Ihrer deutschen Urkunde, wenden Sie sich bitte zunächst an die Stelle (Standesamt, Gericht, etc.), die die Urkunde ausgestellt hat.

Weitere ausführliche Informationen finden Sie auch auf der Webseite des Auswärtigen Amtes hier.

Kasachische Urkunden, die in Deutschland verwendet werden müssen, werden grundsätzlich auch nur dann anerkannt, wenn sie mit einer Apostille versehen sind. Für die Apostille auf kasachischen Urkunden ist jeweils eine kasachische Behörde zuständig.

Benötigen Sie eine Apostille auf Ihrer kasachischen Urkunde, wenden Sie sich bitte an die kasachische Behörde (Standesamt, Gericht, etc.), die die Urkunde ausgestellt hat. Die Botschaft/das Generalkonsulat kann Sie bei der Beschaffung der Apostille nicht unterstützen.

Übersetzung von Urkunden

Urkunden müssen in der Regel noch in die jeweilige Sprache des Staates übersetzt werden, in dem sie verwendet werden sollen. Hierbei beachten Sie bitte:

•Kasachische Übersetzer und Notare werden für gewöhnlich nur dann tätig, wenn das deutsche Original mit einer Apostille versehen ist.

•Bei einer in Deutschland gefertigten Übersetzung sollte die Richtigkeit der Übersetzung amtlich beglaubigt und dann mit einer Apostille versehen werden.

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